Karagwe

Das Feuerwehrwesen in Tansania steckt noch in den Kinderschuhen. Es wird signifikant in Personal, Fahrzeuge und Wachen investiert. Mithilfe der EST-Experten werden Grundausbildung und Weiterqualifizierung von Feuerwehrkräften im Distrikt Karagwa (Verwaltungsregion Kagera) durchgeführt sowie Strukturen geschaffen und das Pilotprojekt zur Einbindung freiwilliger Kräfte begleitet.
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Hauptamtliche

Feuerwehrangehörige in Tansania

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Distanz

liegen zwischen den Wachen

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für ein Ausbildungszentrum

im Verwaltungsdistrikt

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Feuerwehrleute

werden in Zukunft benötigt

ÜBERSICHT

Das ist Karagwe

Die Verwaltungsregion Kagera erstreckt sich über rund 30.000 Quadratkilometer Landfläche im Nordwesten Tansanias zwischen Viktoriasee sowie den Grenzen von Ugangda, Ruanda und Burundi. In der Region leben rund drei Millionen Menschen, in der Regionshauptstadt Bukoba rund 150.000. 2.000.000 Tonnen Bananen und mehr als 20.000 Tonnen Kaffee werden pro Jahr in der Region Kagera angebaut. Die Landwirtschaft ist eine wesentliche Einnahmequelle. 15 Prozent der Haushalte im direkt am Viktoriasee gelegenen Bukoba hängen direkt oder indirekt von der Fischerei ab. 12.000 bis 15.000 Tonnen Fisch werden in der Region pro Jahr gefangen. 1600 Meter hoch liegt Kayanga, rund 1100 Meter Bukoba. Das Hochland der Region Kagera ist außerhalb der Zentren vergleichsweise dünn besiedelt.

Die bisherigen Strukturen im Feuerwehrwesen in Tansania kennen bisher nur hauptamtlich besetzte Wachbereitschaften. Dabei fehlt es an vielen Wachstandorten der Region Kagera am notwendigen Equipment (Pumpen, Geräte zur schweren technischen Hilfeleistung und insbesondere einsatzfähigen Fahrzeugen) aber schlichtweg auch an der Qualifizierung dieser Kräfte. Hinzu kommen strukturelle Mängel in der Organisation des Wachalltags und der Tätigkeiten im Einsatz.

DIE SITUATION VOR ORT​

AKTUELLE LAGE

Eine hauptamtliche Feuerwache in Bukoba ist aktuell mit zwei Löschfahrzeugen, einem Ambulanzfahrzeug und einem Kommandowagen ausgestattet. Weitere Wachen in der Nachbarschaft sind in Kayanga und Biharamulo, jeweils mehr als 100 Kilometer entfernt. Allen Standorten gemein ist die mangelhafte Ausstattung. Vielfach verfügen die Wachen nicht über ein Löschfahrzeug – oder es ist nicht einsatzfähig. Das Material ist bestenfalls rudimentär vorhanden und ebenfalls häufig nicht einsatzfähig. Zudem ist die Personaldecke viel zu dünn, darüber hinaus entspricht der Ausbildungsstand bei Weiten nicht dem, der in Deutschland mit einer Grundausbildung vergleichbar wäre. Die Wache in Kayanga im Bezirk Karagwe beispielsweise ist im 24-Studen-Schichtsystem mit zwei hauptamtlichen Kräften besetzt und hat aktuell kein funktionsfähiges Löschfahrzeug am Standort.
UNSERE AUFGABE

SO HELFEN WIR

Die abgeschlossenen Ausbildungsmissionen dienten daher zum einen der Grundlagenausbildung und der Vermittlung von Strukturen, zum anderen der Bestandsaufnahme und Identifizierung bestehender und benötigter Ausrüstungsgegenstände.


Nach Auskunft der Verantwortlichen vor Ort, ist die Region Kagera in Tansania Pilotregion für die Einbindung ehrenamtlicher Kräfte in die Strukturen der örtlichen Feuerwehren. Neben der Qualifizierung der hauptamtlichen Kräfte wurden und werden somit auch ehrenamtliche Kräfte durch uns ausgebildet.


Die Qualifizierung dieser Kräfte soll durch weitere Ausbildungsreisen vorangetrieben werden, wobei mittel- bis langfristig für die hauptamtlichen Kräfte eine dem deutschen Gruppenführer, und für die ehrenamtlichen Kräfte eine dem deutschen Truppmann, ggf. Truppführer vergleichbare Qualifikation angestrebt wird.

PROJEKTTEAM

Unser Team für Karagwe

Unser ehrenamtliches Team für Nakuru County.

Galerie

Einblicke in unsere Arbeit in Karagwe

Eindrücke aus Karagwe District zeigen eine ländlich geprägte Region im Nordwesten Tansanias mit weiten Landschaften, kleinen Siedlungen und langen Distanzen zwischen den Ortschaften. Die Bilder verdeutlichen Alltag und Infrastrukturbedingungen in einer stark dezentralen Region.